Warten auf das Glück


Warten auf das Glück

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Heremakono/En attendant le bonheur

Nouadhibou ist ein kleiner Ort an der mauretanischen Küste, umgeben vom Wüstensand der Sahara. Das Leben zieht langsam vorüber, zwischen den blendend weißen Häusern und den Liedern, die von Generation zu Generation weitergegeben werden, im Warten auf ein imaginäres Glück.

Der 17jährige Abdallah besucht seine Mutter, bevor er für immer nach Europa geht. Weil er den lokalen Dialekt nicht spricht, fühlt er sich als Außenseiter. Anfangs macht er sich sogar ein wenig lustig über die Bewohner, deren Gewohnheiten und die traditionell farbenfrohe, handgewebte Kleidung. Aus Distanz betrachtet er diese für ihn fremde Gemeinschaft. Aber dann erwacht doch sein Interesse. Er lernt die junge, melancholische Nana kennen; Makan, eine chinesische Immigrantin, die eine Schwäche für Karaoke hat; und den alte Monsieur Maat, dessen Fähigkeiten als Elektriker einiges zu wünschen übrig lassen. Am meisten aber fühlt er sich zu dem quirligen 12jährigen Khatra hingezogen, der vor Aktivität sprüht und neugierig auf die Welt ist.

Schwebend leicht ist Sissakos Erzählung von dem jungen Mann, der Abschied nehmen will von seiner afrikanischen Heimat, um in den Norden zu reisen. Traumhaft schön sind die Bilder aus der mauretanischen Sandwüste. Der Filmemacher betrachtet das kleine Fischerstädtchen Nouadhibou als einen Ort des Übergangs. Er schildert das Leben in dieser afrikanischen Kleinstadt, zeigt ihre Menschen mit großer Sympathie und subtilem Humor. Und er behandelt sein immer wiederkehrendes Thema vom Fortgehen oder Hierbleiben, den Konflikt zwischen Tradition und Moderne.

"Der eindrücklichste Film aus Afrika seit langem: ein Gedicht über die Wüste, das Warten, den Raum und die Zeit" (Walter Ruggle).

Buch und Regie: Abderrahmane Sissako
Kamera: Jacques Besse
Schnitt: Nadia Ben Rachid
Ton: Antoine Ouvrier, Alioune Mbow
Ausstattung: Joseph Kpobly
Darsteller: Khatra Ould Abdel Kader, Maata Ould Mohamed Abeid, Mohamed Mahmoud Ould Mohamed, Nana Diakité
Mauretanien/Frankreich 2002, 96 Min.
Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Ausgezeichnet mit dem großen Preis als bester Film beim wichtigsten afrikanischen Festival von Ougadougou und mit dem Preis der internationalen Filmkritik in Cannes

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