Geschichten aus Javé


Geschichten aus Javé

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Los Narradores de Javé

Das kleine Dorf Javé irgendwo in Brasilien soll in der Flut eines geplanten Staudamms verschwinden. Um ihren Heimatort zu retten, greifen die Bewohner zu einer ungewöhnlichen Verteidigungsstrategie: ein Buch der Geschichte und der Geschichten soll die Bedeutung der Siedlung beweisen, ihr sozusagen "Denkmalschutz" sichern. Weil die Dorfbewohner aber alle Analphabeten sind, beauftragen sie mit dem Abfassen dieses Buches den Lebenskünstler und ehemaligen Postbeamten Antonio Biá, einen etwas zweifelhaften Charakter, der aber als einziger des Schreibens mächtig ist. Antonio Biá hört allen zu, macht sich Notizen und plötzlich ist Javé voller abenteuerlicher Geschichten, die bis in die Zeiten der Konquistadores zurückreichen. Doch es gibt immer wieder Streit, welche Version der überlieferten Geschichte(n) eigentlich stimmt. Poetische Duelle entspinnen sich zwischen den Beteiligten. Was ist wert, als Geschichte überliefert zu werden? Am Ende müssen alle Mitstreiter eingestehen: der Weg ist das Ziel. Das Dorf wird überflutet werden - aber die Geschichten werden die Flut überleben...

GESCHICHTEN AUS JAVÉ, der zweite Spielfilm der 1961 in Sao Paolo geborenen Eliane Caffé, handelt mit burlesker Komik von der Kraft und Magie des Geschichtenerzählens. Wie beim berühmt gewordenen Dorf Macondo aus Gabriel García Márquez' grandiosem Roman Hundert Jahre Einsamkeit spielt es auch für Javé keine Rolle, ob das Tal und der Staudamm real existieren. Der Film "gewinnt eine Dimension zurück, in der das Wunderbare des Lebens, die Macht des Traums und die Poesie einer kollektiven Geschichte in einzigartiger Weise miteinander verwoben sind…In Brasilien gibt es das Javétal ganz bestimmt, aber garantiert auch anderswo." (Walter Ruggle, trigon-film)

GESCHICHTEN AUS JAVÉ erhielt 2003 beim Filmfestival von Rio gleich drei Hauptpreise: als bester Film, für den besten männlichen Hauptdarsteller (José Dumont) und den Publikumspreis. Beim Festival von Fribourg gewann der Film den FIPRESCI-Preis der internationalen Kritikerjury.

Buch und Regie: Eliane Caffé
Kamera: Hugo Kovensky
Schnitt: Daniel Rezende
Musik: DJ Dolores, Orchestra Santa Massa
Produzent: Vania Catani für Babaneira Films
Darsteller: José Dumont, Nelson Xavier, Nelson Dantas, Gero Camilo u.v.a.
Brasilien 2003, 100 Min.
Originalfassung mit deutschen Untertiteln

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