Die Wanderer der Wüste. Les baliseurs du désert
Regie: Nacer Khemir, Tunesien 1984
Nacer Khemir führt uns bildlich gesprochen ins Leben der Wüste ein. Es ist ein Leben außerhalb des gängigen Zeitbegriffs. Das Schiff, das da plötzlich vor den Mauern der Stadt liegt, könnte jenes von Sindbad dem Seefahrer sein. Es steht für das Meer, für die Suche nach der Weite, nach dem Anderen hinter dem Horizont. Das Schiff weist andererseits auf die andalusische Brücke; Córdoba ist da und Samarkand nie fern. Die Baliseurs, die Wüstenwanderer, sie ziehen einher, singen ihre andalusischen Lieder, summen vor sich hin, wie der Wind. "Unsere Kinder", sagt der Alte, "sie gehen nach und nach im besten Alter. Der Fluch reßt sie in seine Fata Morgana und löscht sie für immer aus." Die Wüste verschlingt ihre eigenen Kinder. Der Alte hat sein ganzes Leben einem Buch gewidmet, hat die Seiten neu geordnet, hat es wieder entziffert. Die Wüstenwanderer sollten es lesen, "um den Fluch zu erkennen". Der Lehrer soll ihm dabei helfen, der Vermittler zwischen Vergangenheit und Zukunft.
Einmal mehr lässt der tuneische Regiseur Nacer Khemir uns träumen, eröffnet mit seinen Geschichten neue Welten.
trigon.-film-dvd-editon 48 ; Restaurierte Version
Sprache OV Arabisch; Untertitel: Deutsch; Französisch; Englisch
Dauer 95 Min; Bildformat PAL; 1:1.16-16/9 PB; Farbe; Ton DD 1.0 Mono; FSK 16; Ländercode alle Regionen