Daratt


Daratt

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Der vom Bürgerkrieg zerrissene Tschad: Der 16-jährige Atim erhält von seinem Grossvater einen Revolver, damit er den Mann töten kann, der seinen Vater getötet hat. Atim verlässt sein Dorf und geht in die Hauptstadt N'Djamena auf der Suche nach einem Mann, den er nicht kennt. Er findet den Mörder namens Nassara, der sich mittlerweile niedergelassen hat und eine Bäckerei betreibt. Atim lässt sich als Lehrling einstellen und beginnt das Handwerk zu lernen. Langsam kommen die beiden sich näher. Nassara ahnt nichts von Atims wirklichen Plänen und möchte ihn sogar als Sohn adoptieren. Dieser ist zunehmend unsicher, ob er Rache nehmen soll und erkennt in dem Bäcker die Vaterfigur, die er immer vermisst hat. Die Beziehung, die Atim zum Mörder seines Vaters entwickelt, ist zu komplex, als dass eine Pistole Klarheit schaffen könnte. Und doch läuft alles auf eine gewaltsame Konfrontation hinaus…

Regisseur Mahamat-Saleh Haroun machte bereits mit seinem preisgekrönten Drama "Abouna - Der Vater" auf sich aufmerksam. Sein neuer Film DARATT fragt auf eindringliche Weise nach der Möglichkeit von Vergebung. Der Film erhielt bei Filmfestspielen in Venedig den Großen Spezialpreis der Jury. Der berühmte afrikanische Musiker Wasis Diop komponierte die faszierende Begleitmusik.

"DARATT evoziert in eindringlichen Sequenzen einen Kreislauf aus Gewalt und ungesühnter Schuld, der keinen Ausweg zu kennen scheint. Am Ende jedoch gelangt der Film zu einer der überraschendsten Auflösungen, die ich seit langem gesehen habe: In ein und derselben Geste stecken sowohl Rache als auch Versöhnung." Cristina Nord, taz

Buch und Regie: Mahamat-Saleh Haroun
Kamera: Abraham Haile Biru
Schnitt: Marie-Hélène Dozo
Musik: Wasis Diop
Mit Ali Barkai (Atim), Youssouf Daoro (Nassara) sowie Abderamane Abakar, Aziza Hisseine, Djibril Ibrahim Frankreich 2002, 76 Min.
Originalfassung mit deutschen Untertiteln

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